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Bürgermeister-Blog

Brief zur Unterschriftensammlung „Erhalt der Nahversorgung im Zentrum von Petershausen“

Der Erhalt einer lebendigen Petershausener Ortsmitte ist die gemeinsame Überzeugung engagierter Mitbürgerinnen, Gewerbetreibender, des Gemeinderats und der Verwaltung...

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

Für mich als Bürgermeister war und ist Erhalt einer lebendigen Petershausener Ortsmitte, wie auch die nachhaltige Sicherstellung einer Nahversorgung eine der zentralen Aufgabenstellungen der letzten Jahre. Die mir übergebenen Unterschriftenlisten sehe ich als Bestätigung dieser Ziele. Einzig über die Frage, wie diese Ziele konkret zu erreichen sind, gibt es Differenzen.

Den Initiatoren der Unterschriftenliste muss ich den Vorwurf machen, hier wesentliche Fakten und auch Lösungsansätze der Öffentlichkeit gegenüber bewusst auszublenden. Als Mitglieder des Gemeinderats wissen sie sehr genau, dass es eine Vielzahl an Gesprächen mit Erzeugergemeinschaften und Handelsketten gegeben hat. Kein Einziger sieht eine Perspektive für diesen Standort. Dies ist auch eine Bestätigung dafür, dass der großzügige Neubau des Edekas die richtige Entscheidung war.

Nun wird vorgeschlagen, dass kleine Gewerbetreibende die 1.200 qm Fläche doch belegen könnten. Ein Vielfalter hat auf 180 qm gewirtschaftet. Jeder kann sich selbst ausrechnen, wie unrealistisch es wäre, diese viel größere Fläche so zu nutzen.

Auch wird vorgeschlagen, VHS und Musikschule dort anzusiedeln. Hier wird unterschlagen, dass dies zwangsläufig eine Nutzungsänderung notwendig machen würde. Neben dem Umstand, dass einige wohl die vielen Säulen, die fehlenden Fensterflächen und das nicht existente Obergeschoss vergessen haben. Das Gebäude verliert mit einem Bauantrag sämtliche Bestandsrechte und wird im derzeitigen Zustand wohl kaum den aktuellen statischen und Brandschutzauflagen gerecht werden können. 

Es wird auch versäumt zu erklären, wie eine solche kurzfristig gedachte Perspektive samt Kernsanierung und Umbau überhaupt finanziert werden sollen, wo doch schon für Pflichtaufgaben wie Schule, Kindergarten und Feuerwehr stets jeder Cent dreimal umgedreht wurde. Als Bürgermeister bin ich schon heilfroh, die augenblicklichen freiwilligen Aufgaben unserer Gemeinde finanziert zu wissen. Und dann warten noch eine Vielzahl an Pflichtaufgaben auf eine nachhaltige Lösung.

Aus gutem Grund diskutieren andere Gemeinden und Städte darüber, ihre freiwilligen Aufgaben für Kultur und Sport der Pandemiefolgen wegen stark einzuschränken. Und zuletzt ist es die unternehmerische Aufgabe des Eigentümers (nicht der Gemeinde), hier für eine entsprechende Nutzung zu sorgen.

Unser Gemeinderat hat sich mit dem Aufstellungsbeschluss dazu klar positioniert. Als Bürgermeister werde ich unsere Unternehmer hier wie woanders mit Kräften unterstützen, Lösungen zu finden. Im Sinne meiner Mitbürgerinnen und Mitbürger und einer nachhaltigen Gemeindeentwicklung.

Herzliche Grüße

Marcel Fath
1. Bürgermeister

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Marcel Fath
1. Bürgermeister

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