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Bürgermeister-Blog

(Unangenehme) Tatsachen zum 5. Landkreisgymnasium

Unser Landkreis muss kurzfristig ein 5. Gymnasium bauen. Petershausen hatte sich umgehend als perfekt geeigneter Standort beworben .. jedoch ..

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

gegenwärtig ist die Diskussion um den Standort eines 5. staatlichen Landkreisgymnasiums erneut aufgeflammt. Während der Kreistag mit großer Mehrheit den Standort Bergkirchen präferiert, spricht sich das für diese Entscheidung zuständige Ministerium und damit der Freistaat Bayern für den Standort Röhrmoos aus. Die Auseinandersetzung dreht sich um die Frage, wer die richtigen Zahlen rechnet.

Wo bleibt da Petershausen?

Am 10. Juli 2018 habe ich, nachdem ich informell von den Planungen erfahren hatte, umgehend Interesse unserer Gemeinde an einer Beteiligung beim Bewerbungsverfahren an unseren Landrat Stefan Löwl gerichtet. Bereits am 26. Juli 2018 hatten wir uns im Gemeinderat darauf verständigt und die Bewerbung auf den Weg gebracht.

Dem Landkreis wurde die Bewerbung in einem ausführlichen Schreiben begründet, die geeigneten Grundstücke benannt und unsere Wahrnehmung einer Verhandlungsbereitschaft der Grundstückseigentümer mitgeteilt. Wir wurden daraufhin eindringlich gebeten keine eigenen Grundstücksverhandlungen aufzunehmen, da dies Aufgabe des Freistaats und in dessen Vertretung das Landratsamtes ist. Heute wissen wir, dass niemals ernsthaft eine Abwägung des Standortes Petershausen erfolgt ist und seitens des Freistaat auch nie Kontakt mit den Grundstückseigentümern aufgenommen wurde.

Am 29. September 2018 wurde im Schulausschuss des Kreistages erstmals öffentlich über diese Standortfrage beraten. Ziemlich verblüfft musste ich dort u.a. anhören, dass Petershausen im Jahr 2025 weniger Einwohner als heute haben würde. Mit dieser Wahrnehmung war ich dann auch nicht alleine. Mit meinem Bürgermeister Kollegen Markus Trinkl hatte ich daraufhin öffentlich, mit Berichterstattung in SZ und Merkur und mit Schreiben an den damaligen Kultusminister, eine nachvollziehbare und faire Planung eingefordert. Die Antwort war abgekürzt: ".. wir prüfen.."

Ein Blick auf die Landkarte mit den exzellenten Verkehrsverbindungen unserer Gemeinde, spricht offenkundig für einen Gymnasialstandort Petershausen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass in den anliegenden Landkreisen Freising und Pfaffenhofen ebenfalls Interesse an einer Zusammenarbeit besteht. In sehr konstruktiven Gesprächen mit den Landräten beider Landkreise wurde mir dann leider vorgerechnet, dass hier auf absehbare Zeit kein Interesse an einer Zusammenarbeit der Landkreise bestehen wird.

Auch Gespräche auf höchster Regierungsebene haben hieran nichts ändern können. Am Ende wird das wohl eine sehr politische Entscheidung werden, auf die unsere Gemeinde tatsächlich wenig Einfluss nehmen kann. Es ist nunmal alleinige Aufgabe der Freistaats Bayern über den Standort eines staatlichen Gymnasiums zu entscheiden.

Für den Landkreis wird das vermutlich bezüglich des ÖPNV Schülerverkehrs eine teurere Entscheidung. Die zusätzlich einzurichtenden Busverbindungen müssen alle Landkreisgemeinden über die Kreisumlage auch zusätzlich finanzieren. Selbst dann, wenn sie nicht einen Schüler dorthin entsenden können.

Der bessere ÖPNV Standort für einen Schulbetrieb ist deshalb in meinen Augen weiterhin und eindeutig Petershausen. Und wären da nicht viele frühere Jahre des Stillstandes in unserer Gemeinde, wäre auch die Statistik uns bei dieser Entscheidung sicher gewogener gewesen. Von nix kommt halt nix. Wenn wir als Top Standort wahrgenommen werden wollen, müssen wir uns auch beständig positiv entwickeln.

Mit herzlichen Grüßen

Marcel Fath
1. Bürgermeister

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1. Bürgermeister

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