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Bürgermeister-Blog

Zweiter öffentlicher Bief an die Betroffenen des Planungsgebietes Rosenstraße

Hier werde ich die wesentlichen Inhalte eines Gesprächs mit Bürgern aufzeigen und zum anderen über den aktuellen Stand des Projektes berichten..

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

vor sechs Wochen haben wir uns im Rathaus mit einigen von Ihnen zu einem gemeinsamen Austausch eingefunden. Mit sieben Anliegern des Planungsgebietes konnte ich auch bei diesem Termin in einen intensiven und konstruktiven Dialog treten. Dafür meinen ganz herzlichen Dank!

Mir ist bewusst und ich habe auch großes Verständnis dafür, dass der dringende Wunsch besteht, sich direkt und intensiv mit den Fachplanern, Eigentümern und auch Gemeinderäten auszutauschen. Für eine zielführende, ergebnisorientierte Diskussion sind jedoch belastbare Fakten zu den aufgezeigten Kritikpunkten und Anregungen unabdingbar.

Die nächste öffentliche Bürgerbeteiligung in Form eines Planungsworkshops findet nun im Herbst dieses Jahres statt. Das Planungsteam aus Architekturbüro, Verkehrs- und Bodengutachtern, Fachplanern, Eigenbetrieben und Verwaltung trifft in intensiver Zusammenarbeit gerade die hierzu unabdingbaren Vorbereitungen.

Bevor im Rahmen eines Bauleitplanverfahrens rechtsverbindliche Tatsachen geschaffen werden, sind Sie als Mitbürger erstmals in unserer Gemeinde eng in das Planungsgeschehen eingebunden. Ihre konstruktive und wohlwollende Unterstützung ist hierbei entscheidend für eine gemeinschaftlich getragene, erfolgreiche Quartiersentwicklung.

Folgende Kernpunkte werden derzeit bearbeitet:

Entwässerungskonzept

Dem Planungsteam und der Verwaltung der Gemeinde liegt ein ausführliches Bodengutachten vor, dessen Erkenntnisse aktuell in das Entwässerungskonzept eingearbeitet werden. Die Rückhaltevolumen wie auch die Notwasserwege werden zu 10-, 30- sowie 100-jährigen Regenereignissen berechnet. Der Empfehlung des Ingenieurbüros folgend sind zusätzlich zur Absicherung des Konzeptes Bodenproben im tiefer gelegenen Quartier ab Marbacherstraße bis in die Gartensiedlung beauftragt. Diese Bohrarbeiten können frühestens im August durchgeführt werden. Das Entwässerungskonzept soll nach Vorliegen des erweiterten Gutachtens bis in den Herbst hinein abschließend fertiggestellt werden. Mit diesem Entwässerungskonzept ist dann auch ein wesentliches Anliegen der Nachbarschaften, die Absicherung Ihrer Häuser, vollständig berücksichtigt und in den Planungen abgebildet.

Erschütterungs-, Lärm- und Verkehrsgutachten

Das Erschütterungs- und Lärmgutachten lag bereits zum Gesprächstermin vor. Dieses Gutachten ist Voraussetzung für die Positionierung und Ausgestaltung von Baukörpern, Tiefgaragen etc. Das beauftragte Verkehrsgutachten lag im Anschluss vor und konnte erst Anfang Juli mit dem Planungsteam detailliert durchgearbeitet werden.

Die vorliegenden ersten Berechnungen des Verkehrsgutachtens zeigen bereits auf, dass die erzeugte Verkehrslast des gesamten neuen Baugebiets weit geringer als befürchtet sein wird. Ein einzelner Supermarkt oder ein Gesundheitszentrum würde ein Mehrfaches an Verkehr erzeugen. Allerdings führen die Erkenntnisse der Berechnung zu notwendigen Umplanungen für beispielsweise Positionierung möglicher Arztpraxen, da diese wiederrum einen ganz erheblichen Anteil an der Gesamtverkehrslast haben werden. Die von Mitbürgern vorgeschlagene Verbindung vom Gewerbering entlang der Bahnstrecke zum Bahnhof begünstigt leider die unerwünschte Nutzung als Zu- und Abfahrt zu den P+R Flächen.

Deshalb wurde von den Fachleuten wie auch von der Verwaltung nun eine sternförmige Erschließung von Quartiersteilen vorgeschlagen. Damit wäre z.B. eines von vier Quartiersteilen nur über eine Straße angebunden. Bisher sollte das Quartier von jeder Seite durchgängig anfahr- und durchfahrbar sein. Mit diesem Ansatz soll gewährleistet sein, dass keine der bestehenden Nachbarschaften im besonderen Maße belastet wird. Auch werden Fehlnutzung wie z.B. Parksuchverkehr von Ortsfremden ausgeschlossen. Im Boden versenkbare Poller würde Rettungs- und Servicekräften wie Radfahrern und Fußgängern weiterhin die ungehinderte Durchfahrt ermöglichen. Der Wunsch eines durchgängig verkehrsberuhigten Bereichs („Spielstraße“) im neuen Quartier sowie von Anwohnerparkzonen wurde im Verkehrsgutachten bestätigt. Mein Ziel ist es, für den Hauptort eine Ausnahmegenehmigung zu erwirken, die uns die Einrichtung von Anwohnerparkzonen erlaubt. P+R Nutzer würden dann zukünftig auch nur auf den P+R Flächen parken können.

Mit diesem sehr anspruchsvollen Projekt hat unsere Gemeinde die Chance sowohl hochwertiges Wohnen im Eigentum für Einheimische, wie auch dringend benötigtes bezahlbares und sozialverträgliches Wohnen in Miete anzubieten. Durch eine regional einzigartige Lage mit direktem Bahnhofszugang können gleichzeitig ortskernnah fehlende Angebote ergänzt und mit zukunftsweisenden Mobilitätskonzepten verbunden werden.

Lassen Sie uns dieses Projekt auch weiterhin wohlwollend im Umgang und konstruktiv in der Kritik entwickeln und fortführen. Wie Sie sehen, ist ein derartiger Planungsprozess eben wegen der Berücksichtigung Ihrer Anliegen und der Notwendigkeit, eine Vielzahl an Beteiligten unter einen Hut zu bringen, zeitintensiv. Bitte haben Sie Geduld.

Nur in einer starken Gemeinschaft mit Ihnen als Teilhaber und Partner haben wir die Chance, unserer Verantwortung für nachhaltige Entwicklung gerecht zu werden.

Mit herzlichen Grüßen

Marcel Fath
1. Bürgermeister

Ansprechpartner

Marcel Fath
1. Bürgermeister

Tel.: 08137/534-18
Fax: 08137/534-718
E-Mail: buergermeister@petershausen.de


Zimmer: OG 06